Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien
Träger
Weiterbildung im Sinne berufsbegleitender Fortbildung auf universitärem Niveau wird in 88 Städten von Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien (VWA) angeboten. Bei ihnen handelt es sich um selbständige Einrichtungen im tertiären und quartären Bildungsbereich außerhalb der Hochschulen (Universitäten, Kunsthochschulen und Fachhochschulen einschließlich der Verwaltungsfachhochschulen). Träger der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien sind in der Regel lndustrie- und Handelskammern, Gemeinden und Gemeindeverbände, zum Teil Länder, vereinzelt auch private Unternehmen und Verbände;
in jedem Fall ist die Trägerschaft einer Akademie auf öffentlich-rechtliche und/oder gemeinnützige Einrichtungen zurückzuführen. An der Spitze der einzelnen Akademien steht der Akademieleiter. Häufig ist es der IHK-Präsident, Oberbürgermeister oder Regierungspräsident. Die wissenschaftliche Studienleitung nimmt zumeist ein Universitätsprofessor der örtlichen Universität bzw. Hochschule wahr. Die laufenden Geschäfte werden von einem Geschäftsführer geführt.
Geschichte
Der Akademiegedanke geht bis auf das Jahr 1907 zurück, als von der Stadt Essen und der lndustrie- und Handelskammer zu Essen die "Akademischen Kurse für Handelswissenschaften und Allgemeine Fortbildung" eingeführt wurden. Die erste Akademie, die Verwaltungsakademie Berlin,
wurde am 14. Oktober 1919 in der Berliner Universität feierlich eröffnet. Die Mehrzahl der Akademien entstand etwas später. Seit 1990 sind die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien auch in den neuen Bundesländern wieder bzw. neu anzutreffen.
Bundesverband VWA
Die Akademien sind im Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien zusammengeschlossen. Er unterstützt den Ausbau der Akademien nach einheitlichen Grundsätzen, setzt die Mindesterfordernisse für die Zulassung und die Studien- und Prüfungsordnungen fest, sichert die wissenschaftliche Weiterbildung und das Ansehen der Akademien, regelt deren Verhältnis untereinander, berät sie und vertritt den Akademiegedanken nach außen. Einzelne Akademien bilden Landesarbeitsgemeinschaften. Organe des Bundesverbandes Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademien sind die Hauptversammlung und der Vorstand. Zu deren Unterstützung bestehen ein Studienleiterbeirat und ZulassungsausschuB sowie ein Geschäftsführerbeirat und FinanzausschuB.
Gemeinsam mit dem Bundesverband der VWA-Diplominhaber gibt der
Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien die
1996 im 41. Jahr quartalsmäßig erscheinende Zeitschrift AKADEMIE
(vormals FORTBILDUNG) heraus. Der Bundesverband VWA unterhält eine
Geschäftsstelle in Frankfurt am Main. Die Adresse lautet
Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien
Eschersheimer Landstraße 230
60320 Frankfurt am Main
Telefon: 069/920067-0
Telefax: 069/920067-92
